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Wahlprogramm und Ziele
An dieser Stelle möchte ich nicht das offizielle Wahlprogramm der „Bürger für Oberkrämer“ wiederholen oder zitieren, sondern auf Schwantener Besonderheiten eingehen. 
In den letzten Jahren musste ich oft hören: Warum haben wir keine Schule, …keine Einkaufsmöglichkeiten, …keinen „richtigen“ Sportplatz und und und?
Die Weichen für die Entwicklung der Region und des Landkreises wurden nach der Wende u.a. mit der Kreisentwicklungskonzeption gestellt. Schon damals wurde Schwante als ein vorrangiger Wohnstandort angesehen. Und das zu Recht. Wir sind weit genug weg von der Autobahn, aber auch nah genug dran. In einer halben Stunde schafft man es (ohne Stau) bis zum Kurfürstendamm, in Schwante wohnt man trotzdem ruhig. Aus allen Teilen des Ortes sind es nur wenige Schritte bis in die offene Landschaft. Diesen Vorteil haben mehr als 1.000 Zuzügler für sich entdeckt und in den letzten Jahren kräftig zur Entwicklung des Ortes beigetragen. Der Zuzug hält weiter an und wenn alle schon jetzt möglichen Bauflächen genutzt sind, nähern wir uns auch der 3.000 Einwohnergrenze (näheres finden Sie im Archiv 2004).
Die Entwicklung zu einem hochwertigen Wohnstandort soll auch in den nächsten Jahren mit „allem drum und dran“ für jung und alt konsequent weiter geführt werden. Schwerpunkte sind aus meiner Sicht vor allem
- Weitere Verbesserung der Infrastruktur -Schwerpunkte sind der Gehweg zum Sommerswalder Dreieck, die Ortsdurchfahrten und der zweite Bauabschnitt am Schlossweg- und zunehmend auch die Unterhaltung der bestehenden Anlagen.
- Förderung von Initiativen zur Ortsentwicklung (Schlösser, Hotel am Kreisel, Fassaden im Dorf etc.). Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Gesicht des historischen Dorfes nicht beliebig wird, sondern einzigartig bleibt. Die Ansiedlung von Einzelhandel und verträglichem Gewerbe unterstütze ich.
- Die Belebung des Schlosses Schwante ist wohl in den nächsten Jahren die wichtigste Aufgabe. Die Weichen dafür sind durch die Gemeinde gestellt. Jetzt gilt es den Investor nach unseren Möglichkeiten weiter zu fördern aber auch zu fordern. Als Vision sehe ich eine Einheit aus Schloss mit Park, Gutshof, Mühlensee und Mühle, die als überregional bekanntes Ausflugsziel entwickelt werden. Ich freue mich jetzt schon auf die erste Sitzung des Unternehmerstammtisches im Biergarten des Schlossparks.
- Wichtige Bereiche des Schwantener Lebens werden von Vereinen getragen. Besonders stolz können wir alle auf unsere ehrenamtliche Jugendarbeit sein. Der Feuerwehrverein hat viel zur Förderung der Ortswehr beigetragen. Die Senioren gestalten einen Teil der Freizeit miteinander und halten sich gemeinsam fit. Die SG Vehlefanz hat sehr viele Mitglieder aus Schwante, die Angler nehmen am Dorfleben teil, die Kirchengemeinde ist aktiv, der Schachklub ist erfolgreich, die Unternehmer schaffen sich am Bahnhof… Die Aufzählung ist nicht vollständig. Sicher ist, dass wir ohne die Aktiven alle ein Stück „ärmer“ wären. Diesen Aktiven gilt unser aller Dank. Auch künftig stehe ich dafür, dass Sie nach Kräften und Möglichkeiten unterstützt werden.
- Leider haben es Gastronomie und Kultur auf dem Dorf nicht leicht. Wer Haus, Hof und Garten hat ist oft froh, wenn er abends die Füße hochlegen kann. Wer Lust auf Kultur oder Kulinarisches hat, fährt eben nach Berlin. Selten sind die regionalen Kulturveranstalter zufrieden und die Gaststätten ausgebucht. Was wäre ein Ort wie Schwante ohne Gaststätte, in der man sich auf ein Bier trifft oder mit der Familie zum Essen geht? Deshalb setze ich bei den künftigen Veranstaltungen (Dorffeste) weiter auf die Schwantener Gastwirte. Die „Kulturschmiede“ muss als Veranstaltungsort mit besonderem Ambiente weiter etabliert werden.
- Selbstverständlich sollen die vorhandenen Arbeitsplätze in Gewerbe, Landwirtschaft und Dienstleistungen und Handwerk erhalten bleiben und möglichst ausgebaut werden.
- Auch an Schwante gehen die globalen Probleme der Zukunft nicht vorbei. Patentlösungen kann heute niemand bieten. Die „große“ Politik und die Wissenschaft müssen dafür die Weichen stellen. Alternative Energiequellen und Innovationen werden auch in Schwante genauso Einzug halten wie Passivhäuser und altersgerechte Wohnräume.
- Warum haben wir nun keine Schule und keinen Supermarkt? Weil diese planungsgemäß vorrangig in Orten mit Versorgungsfunktion angesiedelt werden sollten und auch wurden. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir dauerhaft von der Entwicklung abgekoppelt sind. Mit mehr als 2.000 Einwohnern sind wir für Investoren interessant. Gegenwärtig laufen Planungen für einen Markt am Kreisverkehr. Ob dieser tatsächlich gebaut wird, wissen wir erst, wenn die Baugrube ausgehoben wird.
Vehlefanz ist und war mit der Schule schon vor der Wende ein Ort mit Versorgungsfunktion. Dass die besser entwickelte Infrastruktur auch Probleme bereitet, haben wir kürzlich bei der Planung des neuen Sportplatzes erlebt.
Keine Gemeinde mit einer Struktur wie Oberkrämer kann sich für jeden Ortsteil alles leisten.
Abschließend möchte ich klarstellen, dass die letzten Jahre keine „one-man-show“ waren, sondern das Ergebnis einer in Sachfragen konstruktiven Zusammenarbeit im Ortsbeirat, in der Gemeindevertretung und mit der Verwaltung. Nicht zu vergessen die vielen Ehrenamtlichen, Vereine und Sponsoren, die vieles überhaupt erst möglich machten. Vielen Dank für die Unterstützung. Diese Homepage erinnert an die wichtigsten Ereignisse in den letzten 5 Jahren.
Der Name der Homepage www.ihr-ortsbuergermeister.de betrifft hauptsächlich das, was war. Sie entscheiden am 28. September 2008 auch darüber wie sich Ortsbeirat und Gemeindevertretung zusammensetzen. Ich bin bereit auch für die kommenden Jahre als Ortsbürgermeister in Ihrem Sinne zu agieren. Nutzen Sie Ihr Wahlrecht!
Ihr Ortsbürgermeister
Dirk Jöhling
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